Nagelpilz: Ursachen, Symptome, Diagnose und moderne Therapie

4. Januar 2026
Verfasst von Miriam Keller

 

Nagelpilz: Ursachen, Symptome, Diagnostik und moderne Behandlungsmethoden

Verfärbungen, Verdickungen oder brüchige Nägel sind Warnzeichen, die viele Menschen zunächst als rein kosmetisches Thema abtun. Häufig sind es jedoch frühe Hinweise auf Nagelpilz (Onychomykose) – eine verbreitete, aber grundsätzlich gut behandelbare Erkrankung. Es handelt sich um eine chronische Infektion, meist durch Dermatophyten oder Hefepilze verursacht, die unbehandelt zu spürbarem Unbehagen und mitunter sogar zu Schmerzen führen kann. Dieser umfassende Leitfaden beantwortet die wichtigsten Fragen: Woher kommt das Problem, wie lässt es sich erkennen und von anderen Nagelerkrankungen unterscheiden, und wie sieht eine wirksame Therapie aus – von lokalen Präparaten über Tabletten bis hin zu modernen Verfahren. Eine frühe Diagnostik und konsequente Vorbeugung sind entscheidend, um Rückfälle zu vermeiden und langfristig gesunde, gepflegte Nägel zu behalten.

Was ist Nagelpilz und woher kommt er?

Nagelpilz ist eine Pilzinfektion der Nagelplatte, die sowohl Zehennägel als auch Fingernägel betreffen kann. Wer versteht, was hinter der Erkrankung steckt und welche Bedingungen sie begünstigen, hat den wichtigsten ersten Schritt in Richtung wirksamer Therapie und Prävention bereits gemacht.

Definition der Onychomykose: den „Gegner“ verstehen

Onychomykose ist der medizinische Begriff für Nagelpilz. Ausgelöst wird sie durch mikroskopisch kleine Pilze, die Keratin angreifen – das Strukturprotein, aus dem Nägel aufgebaut sind. In der Praxis spielen vor allem drei Erregergruppen eine Rolle:

  • Dermatophyten (am häufigsten aus der Gattung Trichophyton): Sie verursachen über 90 % der Fälle von Nagelpilz an den Füßen.
  • Hefepilze (vor allem Candida albicans): Sie sind häufiger an Infektionen der Fingernägel beteiligt, insbesondere bei Menschen mit häufigem Wasserkontakt.
  • Schimmelpilze (z. B. aus der Gattung Scopulariopsis): Sie machen nur einen kleinen Anteil aus und treten eher bei geschwächter Immunabwehr auf.

Die Onychomykose zählt zu den häufigsten Haut- und Nagelerkrankungen. Je nach Studie sind bis zu 10 % der Gesamtbevölkerung betroffen – und mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit deutlich an.

Hauptursachen von Nagelpilz und Risikofaktoren

Eine Pilzinfektion entsteht nicht „aus dem Nichts“ – sie benötigt passende Rahmenbedingungen. Zu den wichtigsten grzybica paznokci przyczyny (Ursachen von Nagelpilz) und Risikofaktoren zählen vor allem Wärme und Feuchtigkeit, denn dort können Pilze besonders gut wachsen. Typische Auslöser und Begünstiger sind:

  • Enges, wenig atmungsaktives Schuhwerk: Es reduziert die Luftzirkulation und fördert Schwitzen.
  • Aufenthalt in öffentlichen Nassbereichen: Schwimmbäder, Saunen, Fitnessstudios und Gemeinschaftsduschen erhöhen das Risiko, mit Pilzsporen in Kontakt zu kommen.
  • Mechanische Verletzungen: Schon kleine Risse oder Druckstellen am Nagel oder am Nagelwall können als „Eintrittspforte“ dienen.
  • Begleiterkrankungen: Menschen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen (insbesondere an den Beinen) oder geschwächtem Immunsystem (z. B. nach Chemotherapie oder bei HIV) erkranken deutlich häufiger.
  • Alter: Nägel wachsen langsamer, und die Durchblutung der Extremitäten nimmt oft ab – beides erleichtert die Besiedlung.

Wenn bei Ihnen Risikofaktoren wie Diabetes im Raum stehen, finden Sie mehr Hintergrund in unserem Beitrag Diabetes-Symptome erkennen und rechtzeitig handeln.

Nagelpilz – Symptome und wichtige Unterschiede zur Nagelpsoriasis

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Je früher die Veränderung erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Gleichzeitig können die Beschwerden von Nagelpilz anderen Nagelerkrankungen ähneln – besonders der Nagelpsoriasis. Wer die typischen Zeichen kennt, kann schneller die richtigen Schritte einleiten.

Erste Anzeichen von Nagelpilz: worauf achten?

Frühe grzybica paznokci objawy (Symptome von Nagelpilz) sind oft unauffällig. Häufig beginnt die Infektion am freien Nagelrand oder seitlich und arbeitet sich langsam in die Nagelplatte hinein. Warnsignale, die Sie ernst nehmen sollten, sind:

  • Farbveränderungen: Weißliche, gelbliche oder bräunliche Flecken bzw. Streifen.
  • Verlust der Transparenz: Der Nagel wirkt stumpf und trüb.

Mit fortschreitender Erkrankung treten meist deutlichere Veränderungen auf:

  • Verdickung und Verformung: Der Nagel wird härter, unregelmäßig und lässt sich schlechter schneiden.
  • Brüchigkeit und Krümeln: Die Nagelränder brechen leicht aus, die Platte splittert.
  • Ablösung vom Nagelbett (Onycholyse): Unter dem Nagel sammeln sich Hornmassen, wodurch sich die Platte anhebt.
  • Unangenehmer Geruch: Er entsteht durch Stoffwechselprodukte der Pilze.

Unterschied zwischen Nagelpilz und Nagelpsoriasis

Nagelpsoriasis ist eine Autoimmunerkrankung. Ihre Zeichen können einer Pilzinfektion sehr ähnlich sehen – was nicht selten zu Fehldiagnosen und damit zu wirkungslosen Therapieversuchen führt. Die roznica grzybica luszczyca paznokci (Unterschied Nagelpilz vs. Nagelpsoriasis) lässt sich am sichersten durch eine fachärztliche Beurteilung klären.

Die folgende Tabelle zeigt typische Merkmale beider Erkrankungen:

Merkmal Nagelpilz (Onychomykose) Nagelpsoriasis
Hauptursache Pilzinfektion (Dermatophyten, Hefen) Autoimmunerkrankung
Typische Farbveränderungen Gelblich, bräunlich, weißlich, oft ungleichmäßig Gelbliche „Ölflecken“ unter der Platte, lachsfarbene Areale
Struktur der Nagelplatte Verdickung, bröckelige Platte, subunguale Hyperkeratose Tüpfelnägel (punktförmige Grübchen), Beau-Linien (quer verlaufende Rillen)
Ablösung der Platte Häufig, beginnend am freien Rand (Onycholyse) Kann vorkommen, oft mit rötlichem Saum
Hautbeteiligung Oft zusammen mit Fuß- oder Handpilz Häufig zusätzlich Psoriasis-Herde an der Haut (z. B. Ellbogen, Knie)

Für die endgültige Abgrenzung sind eine dermatologische Untersuchung und häufig auch spezielle Tests erforderlich.

Diagnostik bei Nagelpilz: wie bestätigt man die Infektion?

Eine korrekte Diagnose ist die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie. „Auf Verdacht“ zu behandeln, kann nicht nur erfolglos bleiben, sondern auch die passende Behandlung unnötig verzögern. Da Selbstdiagnosen unsicher sind, ist der Gang zu Fachleuten und eine gezielte Untersuchung sinnvoll.

Wann zum Arzt? Rolle von Dermatologe und Podologe

Die Frage, kiedy do lekarza grzybica paznokci (wann zum Arzt bei Verdacht auf Nagelpilz), sollte möglichst früh beantwortet werden: Sobald erste auffällige Veränderungen auftreten, lohnt sich die Abklärung. Je länger man wartet, desto weiter kann sich die Infektion ausbreiten – und desto länger dauert die Therapie. Unterstützung bieten vor allem zwei Berufsgruppen:

  • Dermatologe: Facharzt für Haut, Haare und Nägel. Er stellt die Diagnose, veranlasst Untersuchungen (z. B. mykologische Diagnostik) und leitet eine medikamentöse Behandlung ein – inklusive verschreibungspflichtiger Lokal- oder Tablettentherapie. Für einen vertieften Überblick kann die clinical overview of onychomycosis by NCBI hilfreich sein.
  • Podologe: Spezialist für die Fußgesundheit. Er kann die Therapie effektiv unterstützen, indem er verdickte, erkrankte Nagelanteile fachgerecht abträgt und Hornmassen entfernt – dadurch dringen Wirkstoffe oft besser ein. Zusätzlich gibt er praktische Hinweise zur Pflege und Rückfallprophylaxe.

Wenn Sie generell wissen möchten, wie moderne Diagnostik abläuft und welche Befunde typischerweise erhoben werden, lesen Sie auch unseren Leitfaden Mononukleose bei Erwachsenen: Symptome, Diagnose und Therapie (Fokus auf Diagnostik-Schritte und Labor).

Mykologische Nageluntersuchung: Goldstandard der Diagnostik

This image depicts a close-up view of a medical professional, identifiable by their bright blue gloves, meticulously working on a patient's foot. Using a pair of fine-tipped tweezers, they are attending to a thick, discolored toenail, likely addressing a fungal infection or taking a sample for diagnostic purposes. The background clearly establishes a medical or laboratory setting, featuring a microscope, several test tubes with different colored liquids, and anatomical charts of feet on the wall, reinforcing the clinical context. The scene suggests a detailed examination or minor procedure being performed on a foot ailment, most probably a case of onychomycosis.

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Die zuverlässigste Methode zur Bestätigung ist das badanie mykologiczne paznokci – also die mykologische Nageluntersuchung. Sie gilt als Goldstandard, weil sie nicht nur das Vorhandensein von Pilzen nachweist, sondern häufig auch den Erreger identifiziert. Das ist wichtig, um die Therapie möglichst zielgerichtet auszuwählen. Typischerweise umfasst die Untersuchung:

  1. Probenentnahme: Ärztin/Arzt oder Laborpersonal entnimmt Material aus dem veränderten Nagel sowie Abstriche/Schabematerial unter der Platte. Wichtig: Etwa 2–3 Wochen vor dem Test sollten keine Antimykotika angewendet werden, da dies das Ergebnis verfälschen kann.
  2. Mikroskopie (Direktpräparat): Das Material wird unter dem Mikroskop beurteilt. So lässt sich oft schnell ein erster Hinweis auf Pilzstrukturen gewinnen.
  3. Kultur (Anzucht): Die Probe wird auf Nährmedien angezüchtet. Das dauert mehrere Wochen, liefert aber eine deutlich sicherere Erregerzuordnung.

Wie in der NIH detailed review of onychomycosis treatment options betont wird, ist eine präzise Erregerbestimmung besonders bei therapieresistenten Verläufen ein zentraler Erfolgsfaktor.

Wirksame Nagelpilz-Behandlung: von Lacken bis zur oralen Therapie

Die grzybica paznokci leczenie (Nagelpilz-Behandlung) erfordert Geduld und Konsequenz. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem vom Ausmaß der Infektion, der Anzahl betroffener Nägel und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Je nach Situation kommen lokale, systemische oder kombinierte Therapien zum Einsatz.

Nagellacke gegen Nagelpilz: wann sinnvoll und wie anwenden?

lakiery na grzybice paznokci (Nagellacke gegen Nagelpilz) sind die bekannteste Form der lokalen Therapie – teils rezeptfrei, teils verschreibungspflichtig. Häufig enthalten sie Wirkstoffe wie Ciclopirox oder Amorolfin, die durch die Nagelplatte diffundieren und das Pilzwachstum hemmen.

  • Wann wirken sie am besten? Vor allem in frühen, milden Fällen – wenn weniger als 50 % der Nagelfläche betroffen sind und die Nagelmatrix (Wachstumszone) nicht befallen ist.
  • Wie anwenden? Entscheidend ist Regelmäßigkeit: Der Lack wird gemäß Herstellerangaben (meist 1–2× pro Woche) auf eine gereinigte und angefeilte Nagelplatte aufgetragen. Die Behandlung muss bis zum vollständigen Herauswachsen eines gesunden Nagels fortgeführt werden – etwa 6 Monate bei Fingernägeln und bis zu 12 Monate bei Zehennägeln.

Orale Behandlung von Nagelpilz: wann ist sie notwendig?

Wenn lokale Maßnahmen nicht ausreichen oder der Befall ausgeprägt ist, kann die Ärztin/der Arzt eine leczenie doustne grzybicy paznokci (orale Behandlung von Nagelpilz) empfehlen. Typische Indikationen sind:

  • Mehr als 50 % der Nagelplatte sind betroffen.
  • Die Nagelmatrix ist mitbefallen.
  • Mehrere Nägel sind gleichzeitig erkrankt.
  • Lokale Therapie zeigte keine ausreichende Wirkung.

Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind Terbinafin und Itraconazol; sie gelangen über den Blutkreislauf in den Nagel. Die Therapie dauert meist 6 Wochen bis 3 Monate – teils länger, je nach Befund. Wie die NIH detailed review of onychomycosis treatment options beschreibt, ist die Wirksamkeit hoch, allerdings ist eine ärztliche Kontrolle wichtig. Da viele Antimykotika über die Leber verstoffwechselt werden, werden Leberwerte (Transaminasen) vor Beginn und ggf. während der Behandlung überwacht.

Falls Sie parallel Medikamente gegen Schmerzen oder Entzündungen einnehmen, kann ein Blick auf mögliche Sicherheitsaspekte hilfreich sein – dazu haben wir einen eigenen Überblick zu Ketonal: Wirkung, Dosierung, Formen und Sicherheit erklärt (inklusive Hinweise zu Risiken und Wechselwirkungen).

Moderne Verfahren: Lasertherapie und photodynamische Therapie

Neben klassischen Medikamenten stehen zunehmend auch moderne Verfahren zur Verfügung, die als Ergänzung oder – in ausgewählten Fällen – als Alternative infrage kommen können.

  • Lasertherapie: Dabei wird die Nagelplatte mit Laserlicht einer passenden Wellenlänge behandelt. Ziel ist eine thermische Schädigung der Pilzstrukturen, ohne das umliegende Gewebe wesentlich zu beeinträchtigen. Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm, erfordert jedoch häufig mehrere Sitzungen, und die Ergebnisse können variieren.
  • Photodynamische Therapie (PDT): Zunächst wird ein photosensibilisierender Wirkstoff aufgetragen, anschließend erfolgt die Belichtung mit Licht definierter Wellenlänge. Dabei entstehen reaktive Sauerstoffspezies, die Mikroorganismen schädigen können.

Beide Methoden sind vielversprechend – besonders für Personen, die keine Tablettentherapie erhalten können. Allerdings sind Kosten und Verfügbarkeit weiterhin begrenzende Faktoren.

Nagelpilz nach Gel-/Hybrid-Maniküre und an den Händen – was Sie wissen sollten

Obwohl Nagelpilz häufiger die Zehennägel betrifft, kommen Infektionen an den Fingernägeln ebenfalls vor und haben einige Besonderheiten. Zusätzlich rückt durch die Popularität von Hybrid-/Gel-Maniküren ein weiterer Risikobereich stärker in den Fokus.

Hybrid-Maniküre und Infektionsrisiko

This image displays a split-screen comparison of a hand receiving a manicure, showcasing a "before and after" transformation. On the left side, the hand has a dark red nail polish, with visible smudges on the skin around the nails and a prominent imperfection on the ring finger's polish. In the background, a black tool and a white UV nail lamp emitting blue light are present. The right side shows the same hand with flawlessly applied, glossy dark red nail polish, demonstrating a neat and professional finish without any smudges. A white nail file is visible in the background on the right, while the UV lamp remains.

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Eine Hybrid-Maniküre verursacht nicht automatisch Nagelpilz. Bestimmte Vorgehensweisen können das Risiko jedoch deutlich erhöhen. grzybica paznokci po hybrydzie (Nagelpilz nach Hybrid-Maniküre) entsteht in der Praxis meist durch:

  • Schädigung der Nagelplatte: Zu starkes Anrauen, aggressives Entfernen der Nagelhaut oder falsches Ablösen (z. B. Abreißen) schwächt die natürliche Schutzbarriere.
  • Unzureichend sterile Instrumente: Nicht korrekt desinfizierte Zangen, Feilen oder Fräser können Erreger übertragen.
  • „Überlaufen“ der Nagelhaut: Gel/Lack auf der Nagelhaut kann Mikrospalten begünstigen, in die Feuchtigkeit eindringt – unter der dichten Schicht entsteht dann ein günstiges Milieu für Pilze.

Zur Risikoreduktion: Wählen Sie Studios mit konsequenter Instrumentensterilisation, legen Sie regelmäßige Pausen ein, um den Naturnagel zu kontrollieren, und nehmen Sie jede neue Veränderung am Nagel ernst.

Besonderheiten von Nagelpilz an den Händen

grzybica paznokci u rak (Nagelpilz an den Händen) ist seltener als an den Füßen, wird aber oft als belastender erlebt – auch aus ästhetischen und sozialen Gründen. Häufig sind Hefepilze der Gattung Candida beteiligt, und das Risiko steigt bei regelmäßigem Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln. Die Symptome ähneln denen an den Zehen, doch die Behandlung ist oft kürzer, weil Fingernägel schneller wachsen. Wichtig bleibt, eine Übertragung von den Füßen auf die Hände zu vermeiden: Waschen Sie die Hände immer, nachdem Sie infizierte Zehennägel berührt haben.

Vorbeugung und Rückfallprophylaxe: Nägel im Alltag schützen

Eine erfolgreiche Therapie ist die eine Seite – mindestens genauso wichtig ist die Vorbeugung, um eine Erstinfektion zu vermeiden und Rückfälle nach der Behandlung zu verhindern. Schon einfache Alltagsgewohnheiten können das Risiko deutlich senken.

Wichtige Regeln der täglichen Hygiene

Die Basis jeder Prophylaxe ist: Hände und Füße sauber und vor allem trocken halten. Pilze lieben Feuchtigkeit – deshalb ist deren Reduktion das zentrale Ziel. Diese Maßnahmen unterstützen gesunde Nägel:

  • Füße und Hände sorgfältig abtrocknen – nach dem Duschen/Baden besonders zwischen den Zehen und Fingern.
  • Atmungsaktive Schuhe tragen aus natürlichen Materialien wie Leder oder Textilien, die Luftzirkulation ermöglichen.
  • Socken regelmäßig wechseln und Materialien wählen, die Feuchtigkeit gut abtransportieren (Baumwolle oder Funktionsfasern).
  • In öffentlichen Nassbereichen immer Badeschlappen nutzen (Schwimmbad, Sauna, Fitnessstudio, Hotelbad).
  • Eigene Maniküre-/Pediküre-Utensilien verwenden (Schere, Zange, Feile) und nicht teilen.

Desinfektion von Schuhen und Socken – ein zentraler Schritt gegen Rückfälle

This image captures a person, seen from the torso down and wearing white protective gloves, diligently spraying a clear liquid from a spray bottle into a pair of brown leather shoes. The shoes, appearing to be brogues, are resting on a light wooden surface in a sunlit room. Beside the shoes, a neatly folded stack of blue ankle socks is visible, while sunlight streams through a large window, illuminating a small potted plant on the windowsill and revealing dust motes in the air. In the background, a coat rack with garments hangs on a wall, and a glimpse into another room with a bed can be seen through an open doorway.

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Auch nach erfolgreicher Behandlung können Pilzsporen in Schuhen und Textilien überleben und eine erneute Ansteckung (Reinfektion) auslösen. Deshalb ist regelmäßige Desinfektion ein wichtiger Baustein der Rückfallprophylaxe:

  • Schuhe desinfizieren: Nutzen Sie antimykotische Sprays aus Apotheke oder Fachhandel. Eine weitere Option sind Ozon-Geräte zur Schuhdesinfektion, die Keime abtöten können.
  • Socken und Handtücher waschen: Möglichst heiß waschen (mindestens 60 °C), um Sporen zu reduzieren. Zusätzlich können desinfizierende Waschzusätze verwendet werden.

Ohne diese Maßnahmen kann selbst eine sehr gute Therapie langfristig an Wirkung verlieren, weil die Ansteckungsquelle bestehen bleibt.

Fazit: Gesunde Nägel sind erreichbar

Nagelpilz ist weit verbreitet und kann Menschen jeden Alters treffen – unabhängig vom Lebensstil. Entscheidend ist, ihn nicht als bloßen Schönheitsfehler zu betrachten, sondern als Erkrankung, die eine korrekte Diagnostik und konsequente Behandlung braucht. Wie auch die Merck Manuals professional resource on onychomycosis zeigt, stehen heute zahlreiche wirksame Optionen zur Verfügung – von lokalen Lacken bis hin zur systemischen Therapie – und die Onychomykose ist grundsätzlich heilbar.

Der wichtigste Punkt bleibt jedoch: Prävention ist die beste Strategie. Tägliche Hygiene, geeignetes Schuhwerk und ein bewusster Umgang mit öffentlichen Nassbereichen sind einfache Schritte, die viel bewirken können. Gesunde, gepflegte Nägel spiegeln oft auch wider, wie gut man insgesamt auf sich achtet.

Wenn Sie bei sich verdächtige Veränderungen bemerken, warten Sie nicht ab. Vereinbaren Sie eine Abklärung bei einer Fachperson und holen Sie sich gesunde, ansehnliche Nägel zurück.


Über die Autorin und die Quellen:

Der Artikel wurde vom Redaktionsteam von Dobrze Żyj in Zusammenarbeit mit Dr. Anna Kowalska erstellt, einer Expertin für Nagelerkrankungen. Dr. Kowalska ist Fachärztin für Dermatologie mit langjähriger Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung der Onychomykose und legt besonderen Wert auf Patientenedukation und Rückfallprophylaxe.

Die Inhalte basieren auf aktueller medizinischer Evidenz und anerkannten Quellen, darunter:

  1. National Center for Biotechnology Information (NCBI) – Onychomycosis: A Clinical Overview
  2. National Institutes of Health (NIH) – Treatment Options for Onychomycosis
  3. Merck Manuals Professional Edition – Onychomycosis

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie erkennt man die ersten Symptome von Nagelpilz?
Zu den ersten Anzeichen zählen meist eine gelbliche oder weißliche Verfärbung, ein trüber werdender Nagel sowie eine leichte Verdickung. Die Veränderungen beginnen häufig am freien Rand oder seitlich und breiten sich schrittweise Richtung Nagelmitte aus.

Wie lange dauert die Behandlung von Nagelpilz?
Die Therapie braucht Zeit und Konsequenz: Bei Fingernägeln dauert sie im Durchschnitt etwa 6 Monate, bei Zehennägeln meist 9 bis 12 Monate – bis ein gesunder Nagel vollständig nachgewachsen ist.

Kann eine Hybrid-Maniküre Nagelpilz verursachen?
Die Hybrid-Maniküre an sich verursacht keinen Nagelpilz, kann das Risiko aber erhöhen, wenn sie unsachgemäß durchgeführt wird. Schäden an der Nagelplatte bei der Vorbereitung, nicht sterile Werkzeuge oder das „Überlaufen“ der Nagelhaut können Pilzen den Weg öffnen und unter der dichten Lackschicht ein feuchtes Milieu begünstigen.

Ist Nagelpilz ansteckend?
Ja. Nagelpilz ist eine Infektionskrankheit. Eine Ansteckung ist durch direkten Kontakt mit Betroffenen möglich, aber auch über kontaminierte Oberflächen (z. B. Böden im Schwimmbad oder in der Sauna) sowie über gemeinsam genutzte Handtücher, Schuhe oder Nagelwerkzeuge.

Helfen Hausmittel gegen Nagelpilz?
Hausmittel wie Essigbäder oder ätherische Öle (z. B. Teebaumöl) haben für eine ausgeprägte Onychomykose keine gesicherte wissenschaftliche Wirksamkeit. Sie sollten ärztliche Diagnostik und eine evidenzbasierte Behandlung nicht ersetzen. Allenfalls können sie unterstützend im Rahmen der täglichen Hygiene und Prophylaxe eingesetzt werden.

Autoritative Quellen

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