Die Rekuperation – eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung – ist die praktische Lösung für ein gesundes Raumklima, denn moderne, luftdichte Gebäude halten zwar Energie, speichern aber auch Schadstoffe und Feuchtigkeit. Ohne wirksamen Luftaustausch sammeln sich Schadstoffe, Kohlendioxid, Allergene und Feuchtigkeit an, was zu einem ungesunden Innenklima führt. Die Antwort auf dieses Problem ist die Rekuperation Fakten und Mythen zu Rekuperation und ihrem Einfluss auf die Gesundheit.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Rekuperation und welche Bedeutung hat sie für die Gesundheit der Bewohner?
- Normen für den Luftaustausch in Gebäuden – was sagt die PN-EN 15251?
- Wie viel Luft muss in einem 150 m²-Haus mit 5 Bewohnern ausgetauscht werden?
- Luftfiltration und Allergenelimination – der Schlüssel zur Gesundheit der Bewohner
- Wartung und Service der Rekuperationsanlage – Gesundheit und Effizienz erhalten
- Leistungsauswahl des Rekuperators für ein 150 m²-Haus und 5 Personen
- Energieeinsparung durch Rekuperation – Fakten und Mythen
- Häufigste Fehler und Kontroversen bei Montage und Betrieb einer Rekuperationsanlage
Dieser Artikel des Redaktionsteams von Dobrze Żyć zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Rekuperation und Bewohnergesundheit, besonders für Allergiker und Asthmatiker. Wir liefern konkrete Berechnungen und Normen-Richtlinien zur Frage, wie viel Luft man in einem 150 m²-Haus für eine fünfköpfige Familie tatsächlich austauschen sollte. Zudem behandeln wir technische Kernpunkte – von der Filterwahl bis zu Wartungsgrundsätzen – welche den maximalen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nutzen garantieren Wissenschaftliche Studien zum Einfluss der Lüftung auf die Gesundheit.

Was ist Rekuperation und welche Bedeutung hat sie für die Gesundheit?
Rekuperation ist ein mechanisches Lueftungssystem mit Waermerueckgewinnung, das einen konstanten Zuluftstrom sauberer, gefilterter Aussenluft ins Haus bringt – das ist die Grundlage für die Gesundheit der Bewohner. Es funktioniert, indem es die verbrauchte Raumluft kontinuierlich gegen frische Aussenluft austauscht und dabei Waermeenergie zurückgewinnt. Im Winter wird die Zuluft so vorgewaermt, im Sommer kann sie vorgekuehlt werden.
Der Hauptnutzen liegt in der dramatisch verbesserten Luftqualitaet. Rekuperationsanlagen sind mit Filtern ausgerüstet, die Schadstoffe aus der Aussenluft fernhalten, wie zum Beispiel:
- Smog und Feinstaub (PM2.5, PM10): Ein zentrales Problem in der Schweiz insbesondere in Innenstaedten und bei Wetterlagen mit Stagnation.
- Allergene: Pollen von Baeumen und Graesern sowie Schimmelpilzsporen, die bei Allergikern Beschwerden verursachen.
- Staub und Hausstaubmilben: Sie werden aus dem Luftkreislauf entfernt, was den Komfort fuers Leben mit Allergien spuerbar erhoeht.
Die Gesundheit der Bewohner profitiert enorm, insbesondere bei Atemwegsallergien und Asthma. Die kontinuierliche Zufuhr sauberer Luft verringert die Belastung durch Reizstoffe und lindert Symptome wie Niesen, Husten oder Atemnot. Zudem verbessert der systematische Abtransport von ueberschuessigem Kohlendioxid (CO2) und fluechtigen organischen Verbindungen (VOC) die Konzentration, die Schlafqualitaet und das allgemeine Wohlbefinden aller im Haus.
Luftwechsel-Normen in Gebaeuden – was gilt in der Schweiz?
Die Schweiz setzt auf hohe Standards für gesundes Wohnen, die sich in den Anforderungen der SIA-Normen widerspiegeln und die gesundheitlichen Grundwerte für die Bewohner sicherstellen. Fuers Verstaendnis und die Planung von Rekuperationsanlagen ist ein Blick auf die europäischen Normenreihen wie EN 15251 beziehungsweise EN 16798 hilfreich, auch wenn hier kantonal unterschiedliche nationale Umsetzungen gelten koennen. Diese Richtlinien bilden die Basis für eine korrekte Auslegung von Lueftungssystemen. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler, wenn die Mindestvolumenstroeme nicht eingehalten werden.
Die Normen definieren Kategorien der Innenraumqualitaet (IEQ), von I (hoechster Komfort) bis IV (nur kurzzeitig akzeptabel). Fuer Wohngebaeude wird die Planung auf Basis der Kategorie I oder II empfohlen. Ein zentrales Element ist die Methode zur Bestimmung des erforderlichen Lueftungsvolumenstroms. Sie beruecksichtigt zwei Hauptkriterien:
- Die Anzahl der Personen im Raum: Jede Person benoetigt eine bestimmte Menge Frischluft zur Verduenung der selbst erzeugten Schadstoffe, vor allem CO2.
- Die Emission von Schadstoffen durch das Gebaeude selbst: Baumaterialien, Einrichtungen und Haushaltsprodukte geben fluechtige organische Verbindungen (VOC) ab, die ebenfalls abgefuehrt werden muessen.
Mit diesen Richtlinien kann der Planer berechnen, wie viel Luft in jeden Raum gefoerdert werden muss, um optimale Bedingungen zu gewaehrleisten. Die Norm unterstreicht, dass Lueftung nicht nur dem «Stosslueften» dient, sondern ein zentrales hygienisches System ist, das die Gesundheit der Bewohner schuetzt – besonders wichtig in den dicht gebauten Zonen vieler Schweizer Gemeinden. Mehr über die Auswirkungen schlechter Luftqualität auf die Atemwege erfahren Sie in unserem Artikel über Sinusitis: Symptome, Ursachen, Diagnose und Therapie.

Welche Luftmenge muss in einem 150 m² Haus mit 5 Bewohnern ausgetauscht werden?
In einem Haus mit 150 m² und 5 Bewohnern sollte der minimale Luftvolumenstrom für den notwendigen Austausch bei rund 125–150 m³/h liegen, um die Normen einzuhalten und ein gesundes Raumklima zu schaffen. Die genaue Berechnung ist entscheidend, um einen passenden Wärmerückgewinnungsventilator (Rekuperator) auszuwählen und eine effiziente Anlage für deine Immobilie in der Schweiz zu planen. Gemäss der Norm SN EN 15251 und guter ingenieurtechnischer Praxis lässt sich der Zuluftbedarf mit zwei Hauptmethoden ermitteln.
Methode 1: Basierend auf der Anzahl Bewohner
Dies ist die Grundlage, die für jede Person eine angemessene Menge Frischluft vorsieht. Die Norm definiert Mindestwerte je nach gewählter Komfortkategorie. Für die Standardkategorie II wird ein Volumenstrom von etwa 25 m³/h pro Person angesetzt.
- Berechnung: 5 Personen × 25 m³/h/Person = 125 m³/h
Methode 2: Basierend auf der Summe der Volumenströme einzelner Räume
Diese Methode ist detaillierter und wird in der Praxis von Planungsbüros in der Schweiz bevorzugt. Sie legt fest, wie viel Luft in «saubere» Räume (Schlafzimmer, Wohnzimmer) eingeblasen und aus «schmutzigen» Räumen (Küche, Badezimmer, Garderobe) abgesaugt werden muss.
Beispielberechnung für ein Haus mit 150 m²:
- Zuluft (saubere Räume):
- Wohnzimmer: 40 m³/h
- Schlafzimmer 1 (2 Personen): 50 m³/h
- Schlafzimmer 2 (1 Person): 25 m³/h
- Schlafzimmer 3 (2 Personen): 50 m³/h
- Summe Zuluft: ~165 m³/h
- Abluft (schmutzige Räume):
- Küche: 50–70 m³/h
- Badezimmer 1: 50 m³/h
- Badezimmer 2: 30 m³/h
- WC: 25 m³/h
- Summe Abluft: ~155–175 m³/h
Ein Lüftungssystem muss ausgeglichen sein, was bedeutet, dass die Menge an Zuluft der Abluft entsprechen sollte. In der Praxis planen Sanitärplaner in Schweizer Kantonen wie Zürich oder Aargau für ein solches 150 m² Haus mit 5 Bewohnern oft einen Luftvolumenstrom im Bereich von 150 m³/h ein. Dieser Wert gewährleistet den kontinuierlichen Abtransport von Schadstoffen und angenehme Wohnbedingungen.
Luftfiltration und Allergenbeseitigung – der Schluessel zur Gesundheit der Bewohner
Eine effektive Luftfiltration in der Rekuperationsanlage – speziell mit Filtern der Klasse F7 – ist grundlegend, um Allergene, Smog und andere Schadstoffe zu entfernen und damit die Atemwege zu schützen. Filter sind das Herzstueck jedes Lüftungssystems und fungieren als Barriere für schädliche Partikel, die sonst direkt in die Lunge gelangen wuerden. Ihre Qualität und der regelmässige Austausch beeinflussen direkt, ob die Rekuperation deine Gesundheit tatsächlich verbessert.
In Rekuperationssystemen kommen verschiedene Filterklassen zum Einsatz, deren Auswahl eine bewusste Entscheidung sein sollte:
- Filter der Klasse G3/G4 (Vorfilter): Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz des Geräts selbst – wie Wärmetauscher und Ventilatoren – vor grösseren Verunreinigungen wie Blättern, Insekten oder grobem Staub. Sie werden standardmässig am Aussenluft- und Abluftanschluss montiert.
- Filter der Klasse F7 (Feinfilter): Dies ist das Schlüselelement für die Gesundheit der Bewohner. Ein F7-Filter hält wesentlich kleinere Partikel zurueck, darunter:
- die meisten Pollen,
- Schimmel- und Pilzsporen,
- Feinstaub PM10 und einen Grossteil von PM2.5 (Hauptbestandteil von Smog),
- Bakterien und Russpartikel.
Für Personen, die unter Atemwegsallergien oder Asthma leiden, ist der Einsatz eines F7-Filters auf der Zuluftseite absolut notwendig. So wird dein Zuhause zum sicheren Hafen, frei von Allergenen, die im Freien lästige Symptome ausloesen. Wichtig ist, dass die Rekuperation neben der Filtration auch die Luftfeuchtigkeit kontrolliert und sie auf einem optimalen Niveau von 40–60 % hält. Dies verhindert die Entwicklung von Hausstaubmilben und Schimmel in den eigenen vier Waenden, die weitere starke Allergene darstellen. Detaillierte Informationen zu Atemwegsproblemen und ihrer Vorbeugung finden Sie in unserem Leitfaden zu Bronchitis: Ursachen, Symptome und Behandlung.

Wartung und Service der Rekuperation – Erhaltung von Gesundheit und Effizienz
Die regelmässige Wartung deines Rekuperationssystems – einschliesslich Filterwechsel und technischer Kontrolle – ist entscheidend für saubere Luft und vermeidet Schimmel und Bakterien. Selbst das beste System kann bei Vernachlässigung zu einer Gesundheitsgefahr werden und verliert an Energieeffizienz. Du musst dir bewusst sein, dass eine Rekuperation minimale, aber regelmässige Pflege benötigt.
Zu den Schlüselelementen einer korrekten Wartung gehören:
- Regelmässiger Filterwechsel: Dies ist die wichtigste und einfachste Serviceaufgabe.
- Häufigkeit: Wechsle Filter je nach Standort und Luftverschmutzung alle 3–6 Monate. In Gebieten mit viel Smog oder während der Pollenflugzeit kann ein noch häufigerer Wechsel nötig sein.
- Warum ist das wichtig? Verstopfte Filter behindern den Luftstrom, erhöhen den Stromverbrauch der Ventilatoren und verstärken den Geräuschpegel. Schlimmer noch: Die angesammelte Feuchtigkeit und organische Verschmutzung kann zu einem Nährboden für Schimmel und Bakterien werden, die dann in die Wohnung geblasen werden.
- Jährliche Überprüfung der Installation: Einmal pro Jahr lohnt sich ein professioneller Service, der Folgendes umfasst:
- Reinigung des Wärmetauschers: Das hält die hohe Wärmerückgewinnungseffizienz aufrecht.
- Überprüfung der Durchgängigkeit von Luftansaugung und -auslass: Diese können durch Blätter oder anderen Dreck blockiert sein.
- Kontrolle des Kondensatablaufs: Ein verstopfter Ablauf kann zu Feuchtigkeit und Mikroorganismen im Gerät führen.
- Inspektion der Lüftungskanäle: Alle paar Jahre empfiehlt sich eine Überprüfung der Kanalreinheit, besonders auf der Abluftseite. In den Kantonen Zürich oder Bern bieten viele Fachbetriebe solche Inspektionen an.
Ein ordnungsgemäss gewartetes Rekuperationssystem garantiert dir über Jahre saubere Luft und tiefe Heizkosten.
Dimensionierung der Leistung eines Rekuperators für ein Haus von 150 m² und 5 Personen
Wähle einen Rekuperator, dessen maximale Leistung etwa 20–30 % über dem berechneten Luftbedarf liegt, damit er leise und effizient auf niedriger Stufe läuft. Für ein Haus mit 150 m² und 5 Bewohnern beträgt der Luftbedarf etwa 150 m³/h. Du solltest aber kein Gerät mit genau dieser Maximalleistung kaufen.
Planer setzen das Prinzip der «Überdimensionierung» aus mehreren Gründen ein:
- Betriebskultur und Lärm: Ein Rekuperator, der mit 50–70 % seiner Maximalleistung läuft, ist deutlich leiser und verbraucht weniger Strom als eines, das ständig auf Hochtouren läuft. Dank der Leistungsreserve arbeitet das System im Alltag auf Stufe zwei (von drei) und sorgt so für akustischen Komfort.
- «Boost»-Modus (Stosslüftung): Eine Leistungsreserve erlaubt es, die Lüftung kurzzeitig zu erhöhen – zum Beispiel um Kochgerüche, Feuchtigkeit nach dem Duschen schnell abzutransportieren oder wenn Gäste da sind.
- Kompensation von Installationswiderständen: Jeder Meter Kanal, jede Biegung oder Verteilerdose bremst den Luftstrom. Eine Leistungsreserve stellt sicher, dass der Rekuperator auch in einer komplexen Installation die benötigte Luftmenge liefert. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler.
Für einen berechneten Bedarf von 150 m³/h ist eine Lüftungszentrale mit einer Nennleistung von 200–250 m³/h die optimale Wahl. Achte auch auf den Temperaturwirkungsgrad (je höher, desto grösser die Energieeinsparung, ideal über 90 %) und auf ein Frostschutzsystem, das den Wärmetauscher bei strengem Frost schützt. Die Preise für solche Geräte liegen in der Schweiz typischerweise zwischen CHF 2’500.– und CHF 4’500.–, inkl. MWST.
Energiesparen mit Wärmerückgewinnung – Fakten und Mythen
Die Wärmerückgewinnung senkt die Heizkosten massgeblich, indem sie bis zu 95% der Wärme aus der Abluft zurückgewinnt – das führt zu realen Energieeinsparungen von 30–50% pro Jahr. Dies ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen Argumente für den Einbau, neben den gesundheitlichen Vorteilen. Das Sparprinzip ist einfach und äusserst wirkungsvoll.
Bei der traditionellen Fensterlüftung wird warme Luft von rund 21 °C unwiederbringlich nach draussen abgeführt, während kalteussenluft nachströmt. Die Heizung muss diese Luft von der Aussentemperatur (z.B. –10 °C) auf Raumtemperatur erwärmen – ein enormer Energieverlust. In einem System mit Wärmerückgewinnung treffen Zu- und Abluftströme im Wärmetauscher aufeinander (ohne sich zu vermischen), wo die «Magie» geschieht:
- Die warme Abluft (21 °C) gibt ihre Energie an die kalte, von aussen angesaugte Zuluft (–10 °C) ab.
- Dadurch wird die ins Haus einströmende Luft bereits auf beispielsweise 18 °C vorgewärmt.
- Die Heizung muss ihre Temperatur nur noch um 3 °C und nicht um 31 °C erhöhen.
Das Ausmass der Einsparungen hängt von mehreren Faktoren ab: vom Wirkungsgrad des Rekuperators, der Dichtheit des Gebäudes, der Klimazone und den Gewohnheiten der Bewohner. In einem gut isolierten, modernen Haus im Kanton Zürich kann der Energiebedarf für die Heizung jedoch um bis zu 50% reduziert werden.
Mythos zu hoher Betriebskosten: Oft besteht die Sorge, dass die Kosten für den Strom der Ventilatoren und den Filtertausch die Einsparungen zunichtemachen. Tatsächlich sind moderne Rekuperatoren mit energieeffizienten EC-Motoren ausgestattet; ihr jährlicher Stromverbrauch schlägt mit etwa CHF 200–400 zu Buche. Ein Filtersatz kostet CHF 100–200. Die gesamten jährlichen Betriebskosten sind um ein Vielfaches geringer als die Heizkosteneinsparungen, die jährlich zwischen CHF 1’500 und sogar CHF 3’000 betragen können. Weitere praktische Tipps zu Kosten und Gesundheit im Haushalt finden Sie in unserem Beitrag über Leitungswasser versus Flaschenwasser: Gesundheit, Geld und Umwelt.
Häufigste Fehler und Kontroversen bei Montage und Betrieb der Wärmerückgewinnung
Die Vermeidung häufiger Installationsfehler ist entscheidend für Effizienz, leisen Betrieb und gesundheitlichen Nutzen einer Wärmerückgewinnungsanlage. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler. Eine unsachgemässe Montage kann das Potenzial selbst des besten Geräts zunichtemachen und den Bauherrn vor Probleme stellen. Das Bewusstsein für die häufigsten Fallstricke ermöglicht es, diese bereits bei der Auswahl des Auftragnehmers zu vermeiden.
Zu den schwerwiegendsten Fehlern gehören:
- Fehlende oder unzureichende Kanalisolation: Lüftungskanäle, die durch unbeheizte Räume (z.B. Estrich) geführt werden, müssen solide mit Mineralwolle von mindestens 10–15 cm Stärke isoliert sein. Fehlende Isolierung führt zur Kondensation von Wasserdampf (Risiko von Schimmelbildung) und grossen Wärmeverlusten – das macht den Sinn der Wärmerückgewinnung zunichte.
- Fehlerhafte Wahl des Kanalquerschnitts: Zu kleine Rohrdurchmesser verursachen hohe Strömungswiderstände, was die Ventilatoren zwingt, mit höherer Drehzahl zu arbeiten. Das führt zu übermässigem Geräusch in der Anlage und grösserem Energieverbrauch.
- Verwendung ungeeigneter Materialien: Der Einsatz flexibler Leitungen vom Typ «Flex» über lange Strecken ist ein Fehler. Sie haben hohe Strömungswiderstände und sind schwer zu reinigen. Die Basis der Installation sollten starre Stahlkanäle (Spiralrohr) oder moderne Kunststoffsysteme (PE) sein.
- Fehlende Schalldämpfer: Damit die Anlage leise arbeitet, müssen an den Hauptkanälen nach dem Rekuperator Schalldämpfer montiert werden, die das von den Ventilatoren erzeugte Geräusch eliminieren.
- Ungünstige Lage von Ansaug- und Ausblasöffnung: Die Ansaugöffnung (Zufuhr frischer Luft) muss fern von Verschmutzungsquellen (z.B. Kamin, Kanalisationsauslass) liegen, und die Ausblasöffnung (Abluft) muss so positioniert sein, dass die verbrauchte Luft nicht wieder ins Gebäude zurückgesaugt wird.
Um diese Probleme zu vermeiden, ist die Wahl eines erfahrenen Installationsunternehmens entscheidend, das einen detaillierten Projektplan vorlegt und seine früheren Projekte dokumentieren kann. Die Investition in eine professionelle Montage garantiert, dass das Wärmerückgewinnungssystem ein leiser und effektiver Wächter für die Gesundheit und den Komfort der Familie ist – gerade in Schweizer Eigenheimen, wo die Anforderungen an Energieeffizienz und Raumluftqualität besonders hoch sind.
Zusammenfassung
Die Investition in ein Rekuperationssystem ist eine der besten Entscheidungen für die Gesundheit Ihrer Familie und das Haushaltsbudget, da es einen konstanten Zustrom von frischer, gefilterter Luft liefert und so vor Smog, Allergenen und Feuchtigkeit schützt. Wie wir gezeigt haben, wird für ein typisches Haus mit 150 m² und 5 Bewohnern ein Luftaustausch von etwa 150 m³ pro Stunde benötigt, was eine bewusste Wahl eines Geraets mit entsprechender Leistung verlangt – hier passieren in der Praxis oft Fehler.
Der Schluessel zum Erfolg ist nicht nur ein hochwertiger Rekuperator, sondern auch ein professionelles Projekt, eine sorgfaeltige Installation sowie regelmaessige Wartung. Nur dann arbeitet das System leise, effizient und stoerungsfrei und bringt messbare gesundheitliche Vorteile sowie erhebliche Einsparungen bei den Heizkosten. In der Aera des dichten Bauens wird die Rekuperation nicht mehr zu einem Luxus, sondern zum Standard fuer bewusstes und gesundes Wohnen in Schweizer Gemeinden wie Zuerich oder Basel.
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie wirkt sich die Rekuperation auf die Gesundheit der Bewohner aus?
Die Rekuperation verbessert grundlegend die Luftqualitaet im Haus durch die konstante Zufuhr von frischem, gefiltertem Sauerstoff und die Entfernung von Schadstoffen wie Kohlendioxid, Allergenen (Pollen, Hausstaubmilben), Smog (Feinstaub PM2.5) sowie ueberschuessiger Feuchtigkeit – eine gute Nachricht fuer Allergiker in der Schweiz.
Wie viel Luft muss in einem 150 m² Haus mit 5 Personen ausgetauscht werden?
Fuer ein 150 m² grosses Haus mit 5 Bewohnern sollte der erforderliche Luftstrom nach guter ingenieurwissenschaftlicher Praxis etwa 150 m³/h betragen. Dies gewaehrleistet eine ausreichende Menge frischer Luft pro Person und eine wirksame Beseitigung von Verunreinigungen, wie man es von modernen Minergie-Gebaeuden in der Schweiz kennt.
Welche Filter sind fuer die Rekuperation noetig, um Allergene wirksam zu entfernen?
Zur wirksamen Entfernung von Allergenen wie Pollen und Smogstaub sind auf der Zuluftseite Filter der Klasse F7 unerlaesslich. F7-Filter stellen eine echte Barriere fuer Feinpartikel dar, die den groessten Einfluss auf die Gesundheit von Allergikern und Asthmatikern haben.
Wie oft muessen die Filter im Rekuperationssystem ausgetauscht werden?
Die Filter im Rekuperator sollten regelmaessig ausgetauscht werden, in der Regel alle 3 bis 6 Monate. Die Haeufigkeit haengt von der Qualitaet der Aussenluft ab – in Gebieten mit staerkerer Luftverschmutzung oder waehrend der Pollensaison kann ein haeufigerer Wechsel noetig sein.
Wie wird die Leistung des Rekuperators auf Haus und Bewohnerzahl abgestimmt?
Die Leistung des Rekuperators sollte etwa 20–30 % hoeher sein als der berechnete Luftbedarf. Fuer ein 150 m² grosses Haus mit 5 Personen sollte ein Geraet mit einer maximalen Leistung von 200–250 m³/h gewaehlt werden. Dies ermoeglicht einen leisen und effizienten Betrieb im unteren Drehzahlbereich.
Spart Rekuperation wirklich Energie? Wie hoch sind die Kosten?
Ja, Rekuperation erzeugt reale Einsparungen, indem die mit der Lueftung verbundenen Waermeverluste um bis zu 90 % reduziert werden koennen – dies kann die jaehrlichen Heizkosten um 30–50 % senken. Die Installationskosten fuer ein 150 m² Haus liegen im Bereich von CHF 15’000.– bis CHF 25’000.–, und die jaehrlichen Betriebskosten (Strom und Filter) betragen in der Regel CHF 200.– bis CHF 400.–, inkl. MWST.
Autoritative Quellen
- Kriterien für die Innenraumumgebung gemäss PN-EN 15251 – Dieser Artikel bietet massgebliche Interpretationen der Norm PN-EN 15251, die entscheidend sind, um die korrekten Luftwechselraten und die Innenraumluftqualität in Wohngebäuden zu verstehen. Das steht in direktem Zusammenhang mit der Bestimmung des benötigten Luftaustauschs in einem 150 m² grossen Haus mit 5 Bewohnern.
- On the Development of Health-Based Ventilation Guidelines: Principles and Framework – Dieser peer-reviewte wissenschaftliche Artikel enthält eine umfassende Analyse von Lüftungsstandards, inklusive EN 15251, und verbindet Luftwechselraten mit gesundheitlichen Ergebnissen. Er liefert wissenschaftliche Beweise für den Einfluss der Innenraumluftqualität auf die Gesundheit der Bewohner und auf die Wärmerückgewinnung.
- Fakten und Mythen zur Rekuperation – Diese branchenspezifische Quelle informiert über mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung, deckt gesundheitliche Vorteile, Energieeinsparungen und die Widerlegung von Mythen ab. Sie bietet vertrauenswürdige, fachkundige und praktische Ratschläge für fortgeschrittene Leser.