Training ab 40: Übungen für Fitness und Langlebigkeit

26. Januar 2026
Verfasst von Michał Latos

 

Ein intelligentes Training nach dem 40. Lebensjahr ist der Schlüssel für mehr Vitalität und Lebenszeit. Mit vierzig bemerken viele erste subtile Signale des Körpers – die Erholung dauert länger, die Morgensteifheit wird vertraut, und das Gewicht zu halten erfordert mehr Anstrengung. Diese natürliche Phase ist jedoch auch der entscheidende Moment, um bewusste Entscheidungen zu treffen, die die Lebensqualität für die kommenden Jahrzehnte definieren. Dieser Artikel stellt die einfache, aber kraftvolle These auf: Ein angemessenes, cleveres Training ist der Schlüssel zu Fitness und Langlebigkeit. Sehen Sie, was PoradnikZdrowie.pl über Langlebigkeit und Übungen nach 40 zu diesem Thema schreibt.

Dieser umfassende Leitfaden ist Ihr erster Schritt zu einem vitaleren Leben ab 40. Unser Redaktionsteam von Dobrze Żyć führt Sie durch eine auf aktueller wissenschaftlicher Forschung basierende Trainingsstrategie. Sie lernen, warum Krafttraining Ihr wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Zeit wird. Sie entdecken fortgeschrittene, aber höchst effektive Übungen wie Kreuzheben und Turkish Get-up, die funktionale Kraft für die Jahre aufbauen. Sie verstehen, warum Gleichgewicht und Griffkraft Biomarker für Gesundheit sind, die Sie nicht ignorieren können. Zum Schluss verbinden wir alles in einem ganzheitlichen Ansatz, der Ernährung, Schlaf und Regeneration berücksichtigt.

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Warum brauchst du ab 40 einen clevereren Trainingsplan?

Ab deinem 40. Geburtstag ändern sich die Regeln – dein Training muss von «mehr und härter» zu «klüger und effizienter» werden. Die physiologischen Veränderungen deines Körpers zu verstehen, ist der erste Schritt zu einem Plan, der deine Gesundheit fördert statt zu Erschöpfung führt. In diesem Jahrzehnt ist proaktives Handeln die Investition mit der höchsten Rendite.

Physiologische und hormonelle Veränderungen: der leise Gegner deiner Fitness

Nach 40 verlangsamt sich dein Stoffwechsel und der Spiegel von Hormonen wie Testosteron sinkt. Dies treibt die Sarkopenie an – den Muskelabbau, der eine der grössten Gefahren für deine Unabhängigkeit im Alter darstellt. Ab 30 verlierst du schätzungsweise 3–8% Muskelmasse pro Jahrzehnt, ein Prozess, der nach 60 noch schneller wird. Standard-Cardio, obwohl gut fürs Herz, reicht nicht aus, um Sarkopenie wirksam zu bekämpfen. Muskeln sind dein metabolischer Motor und schützen deine Knochen – ihr Verlust führt direkt zu Gewichtsproblemen und Osteoporose. Das nationale Programm Profilaktyka 40 PLUS betont, wie wichtig regelmässige Checks und Bewegung in diesem Alter sind. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler, weil man die eigene Regeneration unterschätzt.

Von «mehr» zu «klüger»: die fünf Säulen deines Trainings für Langlebigkeit

Dein Trainingsziel nach 40 ist nicht mehr primär Ästhetik, sondern Funktionalität – schwere Einkäufe tragen oder mit den Enkeln spielen können. Um das zu erreichen, basiert dein Plan auf fünf Säulen:

  1. Kraft: Muskeln aufbauen und erhalten, um deinen Stoffwechsel anzukurbeln und Verletzungen vorzubeugen.
  2. Stabilität und Gleichgewicht: Das ist der Schlüssel zur Sturzprävention, einer Hauptursache schwerer Verletzungen im Alter – gerade in der Schweiz sind viele Haushalte in älteren Gebäuden mit Treppen.
  3. Kardiorespiratorische Fitness (Cardio): Ein gesundes Herz ist die Basis für deine Vitalität, sei es für Wanderungen in den Alpen oder den Alltag. Mehr darüber haben wir in unserem Artikel über effektives Spazierengehen zur Fettverbrennung geschrieben.
  4. Flexibilität und Mobilität: Ein voller, schmerzfreier Bewegungsumfang in den Gelenken ist für den Alltag unerlässlich.
  5. Regeneration: Ausreichend Schlaf und die richtige Ernährung lassen deinen Körper sich anpassen und stärker werden.

Ausgewogenes Wachstum in diesen Bereichen ist die Strategie für reale Resultate und ein längeres Leben in besserer Qualität.

Fundament der Langlebigkeit: Krafttraining nach 40 in der Praxis

Krafttraining ist ein absolut unerlässliches Werkzeug im Kampf gegen die Alterung. Die regelmässige Belastung signalisiert deinem Körper, wertvolles Muskelgewebe zu erhalten – mit kaskadenartigen Vorteilen für deinen gesamten Organismus.

Wie du Sarkopenie wirksam vorbeugst: die Rolle der progressiven Überlastung

Krafttraining ist die effektivste Methode gegen Sarkopenie, weil es die Muskelproteinsynthese direkt stimuliert. Der Erfolg liegt im Prinzip der progressiven Überlastung – du forderst deine Muskeln systematisch mehr. Dein Körper passt sich nur an Reize an, die eine Herausforderung sind. Nach 40 solltest du die Steigerung klug und sicher angehen:

  • Erhöhung des Gewichts: Schrittweise mehr Last bei perfekter Technik.
  • Erhöhung der Wiederholungszahl: Mehr Wiederholungen mit demselben Gewicht machen.
  • Verkürzung der Pausen zwischen den Sätzen: So steigerst du die Intensität.

Die optimale Häufigkeit sind 2–3 Krafttrainings pro Woche. Besonders empfehlenswert für über 40-Jährige ist ein FBW-Plan (Full Body Workout) – du trainierst den ganzen Körper in einer Einheit. Das stimuliert alle Hauptmuskelgruppen ausreichend oft und gibt dir 48–72 Stunden zur Erholung dazwischen.

Wie du nach 40 sicher Kreuzheben und Kniebeugen ausführst

Kreuzheben und Kniebeugen sind die Könige der Mehrgelenksübungen und bauen die funktionale Kraft auf, die du im Alltag brauchst – etwa beim Tragen von Skiausrüstung oder Einkaufstaschen. Ihre sichere Ausführung erfordert jedoch perfekte Technik.

Kreuzheben (mit Kettlebell oder Langhantel):

  1. Ausgangsposition: Steh nahe am Gewicht, Füsse hüftbreit. Beuge die Hüften (nicht die Knie!) und schiebe sie nach hinten, bis du das Gewicht greifen kannst. Der Rücken bleibt gerade, die Schulterblätter ziehst du zusammen.
  2. Bewegung nach oben: Atme tief ein, spanne Bauch und Gesäss an. Initiiere die Bewegung durch Strecken von Hüft- und Kniegelenken und führe das Gewicht nah am Körper hoch. Stell dir vor, du drückst den Boden mit den Füssen weg.
  3. Endposition: Steh vollständig aufrecht, mit angespanntem Gesäss. Überstrecke den Rücken nicht.
  4. Bewegung nach unten: Senke das Gewicht kontrolliert ab und initiiere die Bewegung wieder aus den Hüften. Vermeide ein Rundmachen des Rückens – den sogenannten «Katzenbuckel».

Kniebeuge (Goblet Squat-Variante mit Kettlebell):

  1. Ausgangsposition: Halte die Kettlebell nah an der Brust. Stell die Füsse etwas breiter als hüftbreit, Zehen leicht nach aussen.
  2. Bewegung nach unten: Atme ein und beweg dich nach unten, als wolltest du dich auf einen Stuhl setzen. Führe die Knie in Linie mit den Füssen, halt die Wirbelsäule gerade und die Brust erhoben.
  3. Tiefe: Geh so tief, wie deine Mobilität es erlaubt, ohne die neutrale Rückenposition zu verlieren.
  4. Bewegung nach oben: Steh mit der Ausatmung dynamisch auf, drück dich vom Boden ab und spann das Gesäss in der Endphase an.

Häufigste Fehler und Kontroversen: Sind schwere Gewichte sicher?

Viele über 40 fürchten das Training mit höheren Lasten aus Sorge vor Verletzungen oder Bluthochdruck. Die Wahrheit ist: Ein angemessen gewähltes Gewicht ist nicht nur sicher, sondern nötig, um Muskel- und Knochenwachstum zu stimulieren. Der Schlüssel liegt nicht im Gewicht, sondern in der Technik und dem Hören auf deinen Körper. Das Verletzungsrisiko entsteht meist aus Fehlern.

Drei häufige Fehler, die du vermeiden solltest:

  1. Fehlendes angemessenes Aufwärmen: Muskeln und Gelenke müssen auf die Anstrengung vorbereitet sein – besonders wichtig in kühleren Schweizer Hallenbädern oder Kellerräumen.
  2. Ignorieren von Schmerzen: Unterscheide das «Brennen» der Muskeln vom stechenden, signalgebenden Schmerz in einem Gelenk.
  3. Zu schnelle Progression: Dein Ego ist der schlechteste Ratgeber im Fitnesscenter. Fortschritte baust du mit Geduld auf.

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Der Schlüssel zur Sturzprävention: Fortgeschrittene Balance- und Stabilitätsübungen

Gezieltes Balancetraining ist der zentrale Pfeiler für mehr Sicherheit und Selbstständigkeit im Alter ab 40. Es erhält eine oft vernachlässigte Fähigkeit, die vor folgenschweren Stürzen schützt und so die Lebensqualität langfristig sichert.

Warum Balance deine Superkraft ab 40 ist

Ab 40 lässt das Gleichgewichtssystem (Vestibularapparat) und die Tiefensensibilität (Propriozeption) natürlicherweise nach. Dies ist ein Hauptrisikofaktor für Stürze, die in der Schweiz häufig zu schweren Hüftfrakturen und einem Verlust der Selbstständigkeit führen. Balancetraining ist daher eine direkte Investition in deine Sicherheit und Unabhängigkeit. Die tiefe Rumpfmuskulatur (Core) spielt dabei eine Schlüsselrolle – sie stabilisiert wie ein Korsett Wirbelsäule und Becken und bildet das Fundament für alle Bewegungen im Alltag, sei es beim Wandern in den Alpen oder beim Tragen der Einkaufstasche.

Praktische Balanceübungen ab 40 für zu Hause

Die regelmässige Integration einfacher Übungen in den Alltag bringt spektakuläre Effekte. Du brauchst keine Spezialausrüstung und kannst fast überall trainieren.

  • Stehen auf einem Bein: Dies ist die Grundübung. Stelle dich aufrecht hin, spanne die Bauchmuskeln an und hebe ein Bein an, wobei du das Knie beugst. Versuche, die Position für 30 Sekunden pro Bein zu halten.
    • Varianten für Fortgeschrittene: Schliesse die Augen – dies erhöht den Schwierigkeitsgrad erheblich – oder stelle dich auf eine instabile Unterlage, zum Beispiel auf ein zusammengefaltetes Handtuch oder ein Kissen.
  • Schwalbe: Stehe auf einem Bein und neige den Oberkörper langsam nach vorne, während du gleichzeitig das andere Bein nach hinten hebst, bis der Körper ein «T» bildet. Du kannst die Arme zur Seite strecken, um das Gleichgewicht zu verbessern. Konzentriere dich darauf, die Hüften in einer Linie zu halten.
  • Gewichtsverlagerung: Stelle dich in leichter Grätschstellung hin. Verlagere langsam das gesamte Körpergewicht auf ein Bein und hebe das andere Bein minimal über den Boden. Halte die Position einige Sekunden und verlagere das Gewicht dann fliessend auf die andere Seite.

Pro-Tipp: Integriere diese Übungen in deinen Alltag. Versuche, beim Zähneputzen oder während du auf kochendes Wasser für Tee wartest, auf einem Bein zu stehen. Jede Minute dieses Mikrotrainings zählt.

Übungen für Fortgeschrittene: Turkish Get-Up und Hang an der Stange

Sobald du die Grundlagen von Kraft und Gleichgewicht beherrschst, erweitere dein Repertoire mit zwei äusserst effektiven, aber weniger bekannten Übungen. Der Turkish Get-Up und der Hang an der Klimmzugstange (Pull-Up-Bar) sind wahre Juwelen des funktionellen Trainings. Sie fördern die Fitness ganzheitlich, was mit isolierten Geräteübungen in vielen Fitnesscentern der Schweiz nicht erreicht wird. Weitere Informationen zu Langlebigkeit und Gesundheit ab 40 findest du unter Diag.pl zu Langlebigkeit und Gesundheit nach 40.

Turkish Get-Up: Eine einzige Übung, die Kraft, Mobilität und Koordination aufbaut

Der Turkish Get-Up (TGU) ist eine Bewegungssequenz, bei der du von der Rückenlage in den Stand übergehst und dabei eine Hantel (meist eine Kettlebell) die ganze Zeit über dem Kopf hältst. Es ist eine der umfassendsten Übungen, da sie in einer fliessenden Bewegung Kraft, Ganzkörperstabilisierung, Mobilität in Hüfte und Schultern sowie neuromuskuläre Koordination beansprucht.

So führst du den TGU aus (Schritt-für-Schritt-Anleitung):
Beginne ohne Gewicht oder stelle einen Schuh auf deine geballte Faust, um den Bewegungsablauf zu erlernen.

  1. Lege dich auf den Rücken. Beuge das rechte Knie und stelle den Fuss flach auf den Boden. Strecke den rechten Arm mit dem Gewicht (oder leer) Richtung Decke. Der linke Arm und das linke Bein liegen im 45-Grad-Winkel zum Körper auf dem Boden.
  2. Stosse dich mit dem rechten Fuss ab und stütze dich auf dem linken Ellenbogen auf, wobei du deinen Blick die ganze Zeit auf das Gewicht gerichtet hältst.
  3. Gehe von der Ellenbogenstütze zur Stütze auf der linken Hand über.
  4. Hebe die Hüften hoch, um eine Brücke zu bilden.
  5. Schiebe das linke Bein unter die Hüften und gehe in den Einbein-Kniestand.
  6. Richte den Oberkörper auf, um aufrecht zu knien.
  7. Stehe auf, indem du das linke Bein an das rechte heranstellst.

Die Rückkehr auf den Boden erfolgt durch die Ausführung derselben Schritte in umgekehrter Reihenfolge.

Hang an der Stange: Mehr als nur Griffkraft

Der Hang an einer Stange ist eine scheinbar einfache, aber äusserst vorteilhafte Übung. Ihre regelmässige Praxis bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die ab 40 besonders wertvoll sind:

  • Dekompression der Wirbelsäule: Die Schwerkraft streckt die Wirbel leicht auseinander, was bei Rückenbeschwerden infolge eines sitzenden Lebensstils Linderung bringen kann.
  • Stärkung der Griffkraft: Wie wir im nächsten Abschnitt diskutieren werden, ist die Griffkraft ein Schlüsselindikator für die Gesundheit.
  • Verbesserung der Schultergesundheit: Aktives Hängen (mit nach unten gezogenen Schulterblättern) stärkt die stabilisierenden Muskeln des Schultergelenks.

Einfacher Test: Wie lange kannst du einen aktiven Hang halten (Schultern weit weg von den Ohren, Schulterblätter aktiv)? Für Personen ab 40 sollte das Ziel sein, den Hang für mindestens 30–60 Sekunden zu halten.
Wie anfangen? Wenn der komplette Hang zu schwierig ist, beginne mit einem Hang, bei dem die Füsse auf dem Boden aufgesetzt sind, oder verwende ein Gummiband, das einen Teil deines Körpergewichts entlastet. Steigere dich, indem du die Hängezeit allmählich verlängerst.

Handkrafttest: Dein persönlicher Biomarker für Gesundheit und Vitalität

Eine einfache Messung liefert oft erstaunlich präzise Hinweise auf deinen allgemeinen Gesundheitszustand und deine voraussichtliche Lebensdauer – der Handkrafttest ist dein persönliches Vitalitätsbarometer. Diese Untersuchung sticht bei vielen komplexen medizinischen Tests als besonders aussagekräftiger Indikator hervor.

Was verrät die Kraft deiner Hand über deine Gesundheit?

Die Handgreifkraft zeigt viel mehr als nur deine Fähigkeit, ein Glas zu öffnen. Sie ist ein exzellenter Indikator für deine allgemeine Muskelkraft und den Zustand deines Nervensystems. Zahlreiche wissenschaftliche Studien, darunter die bahnbrechende PURE-Studie im renommierten Fachjournal The Lancet, belegen, dass eine geringe Greifkraft stark mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer höheren allgemeinen Sterblichkeit und sogar einer schnelleren biologischen Alterung korreliert. Schwache Griffkraft geht oft mit allgemeinem Muskelverlust (Sarkopenie) und verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit einher, was in Schweizer Spitälern regelmässig bei Gesundheitschecks beobachtet wird.

Wie lässt sich die Handkraft zu Hause messen und interpretieren?

Die genaueste Messung der Handkraft erfolgt mit einem Handdynamometer, das die Greifkraft in Kilogramm misst. Falls du kein Dynamometer besitzt, kannst du auf indirekte Anzeichen achten, wie zum Beispiel:

  • Dauer eines Klimmzug-Hängens: Die Fähigkeit, das eigene Körpergewicht zu halten, steht in direktem Zusammenhang mit der Handkraft.
  • Tragen schwerer Gegenstände: Achte darauf, ob das Tragen schwerer Einkaufstaschen dir Schwierigkeiten bereitet – eine alltägliche Herausforderung in Schweizer Berggemeinden.
  • Übungen mit Kettlebell oder Langhantel: Das Kreuzheben oder der Farmer’s Walk (de‑CH: Bauerngang) sind hervorragende Übungen, die die Handkraft aufbauen und testen.

Nachstehend findest du eine Tabelle mit Richtwerten für die Handkraft (gemessen mit einem Dynamometer in kg) für Personen über 40 Jahren. Diese Werte können je nach Quelle variieren, bieten aber einen allgemeinen Überblick. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler bei der Interpretation.

Alter Männer (kg) – Durchschnitt Frauen (kg) – Durchschnitt
40–44 48.5 29.5
45–49 47.0 28.0
50–54 45.0 26.5
55–59 42.5 25.0

Falls deine Werte deutlich unterhalb der Norm liegen, solltest du dies als Signal verstehen, gezielte Übungen zur Stärkung deiner Handkraft in dein Trainingsprogramm aufzunehmen.

Holistische Trainingsergänzung: Ernährung, Regeneration und innere Ruhe

Ernährung, Schlaf und Stressmanagement sind nach dem 40. Lebensjahr ebenso wichtig wie das Training selbst, da die Regenerationsfähigkeit des Körpers natürlicherweise nachlässt. Selbst das best strukturierte Training bringt ohne diese Unterstützung keine optimalen Ergebnisse.

Ernährung zur Unterstützung von Muskelmasse und Regeneration

Um Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten, benötigt dein Körper ausreichend Baustoff, also Eiweiss (Protein). Für körperlich aktive Personen über 40 liegt die empfohlene Proteinzufuhr bei etwa 1.6–2.2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht – höher als für Menschen mit sitzender Lebensweise. Es ist ebenfalls sinnvoll, eine Nahrungsergänzung in Betracht zu ziehen, um Regenerationsprozesse zu unterstützen und mögliche Defizite auszugleichen, die in der Schweizer Ernährung trotz hoher Lebensmittelqualität vorkommen können:

  • Kreatin: Das am besten erforschte Supplement, das sicher die Kraft steigert und den Muskelaufbau fördert.
  • Vitamin D: Entscheidend für die Knochengesundheit und das Immunsystem, oft unzureichend vorhanden in unseren Breitengraden, besonders in den Alpentälern im Winter.
  • Magnesium: Beteiligt an Hunderten von Enzymprozessen, einschliesslich der Muskel- und Nervenfunktion.
  • Omega-3-Fettsäuren: Wirken entzündungshemmend und unterstützen die Herz- und Gehirngesundheit.

Wie Experten des Nationalen Zentrums für Ernährungserziehung zur Langlebigkeit betonen, ist eine ausgewogene, protein- und nährstoffreiche Ernährung die Grundlage für Gesundheit und Langlebigkeit. Detaillierte Rezepte und Tipps dazu finden Sie in unserem Beitrag zu einfachen Rezepten für bessere Laune und weniger Stress.

Schlaf und Regeneration: unterschätzte Helden deiner Fitness

Gerade während des Schlafs repariert der Körper Mikroverletzungen in den Muskeln, reguliert Hormone und festigt Gedächtnisinhalte. Mit zunehmendem Alter kann die Schlafqualität abnehmen, weshalb Schlafhygiene absolut entscheidend wird. Strebe 7–9 Stunden ununterbrochenen Schlaf pro Nacht an. Um dies zu erreichen, befolge einige einfache Regeln:

  1. Vermeide blaues Licht: Lege dein Natel (Handy) beiseite und schalte den Fernseher mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen aus.
  2. Halte regelmässige Zeiten ein: Gehe jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett und stehe zur gleichen Zeit auf, auch an Wochenenden.
  3. Achte auf die Umgebung: Das Schlafzimmer sollte kühl, dunkel und ruhig sein – eine Herausforderung in dicht besiedelten Schweizer Städten, aber mit Vorhängen und guter Isolierung oft lösbar.

Die Rolle von Stress und Psyche bei der Erreichung von Trainingszielen

Chronischer Stress führt zu einem erhöhten Cortisolspiegel, einem Hormon, das katabolisch wirkt – also den Muskelaufbau erschwert und die Fettansammlung, besonders im Bauchbereich, begünstigt. Stress sabotiert deine Trainingsbemühungen auf biochemischer Ebene. Daher ist das Finden effektiver Entspannungsmethoden ein wesentlicher Bestandteil eines klugen Plans für Langlebigkeit. Probiere einfache Techniken aus, wie zum Beispiel:

  • Meditation oder Achtsamkeit: Schon 5–10 Minuten täglich können den Geist beruhigen – viele Schweizer Kantone fördern solche Kurse über ihre Gesundheitsdienste.
  • Atemübungen: Die Konzentration auf eine tiefe Bauchatmung kann den Stresspegel unmittelbar senken.
  • Kontakt mit der Natur: Regelmässige Spaziergänge im Park oder Wald haben eine nachweislich beruhigende Wirkung auf das Nervensystem – nutze die nahen Alpen oder den Jura für dein Wohlbefinden.

Weitere praktische Tipps zur ganzheitlichen Regeneration erhalten Sie in unserem Guide zu Energie wieder aufbauen.

Dein Weg zu mehr Langlebigkeit beginnt heute

Deine bewusste Reise zu mehr Lebensqualität basiert auf drei Grundpfeilern: einem gezielten Krafttraining als Schutzschild gegen Sarkopenie (Muskelschwund im Alter), Übungen für Gleichgewicht und Sturzprävention sowie funktionellen Bewegungen wie dem Turkish Get-Up. Ergänzt wird diese Strategie durch die Überwachung einfacher Biomarker – wie der Griffkraft – die dir wertvolle Einblicke in deinen Gesundheitszustand geben. Wir haben dir diese zentralen Elemente einer Strategie aufgezeigt, die dir erlaubt, nicht nur dein Leben zu verlängern, sondern es vor allem voller Energie und ohne Einschränkungen zu geniessen.

Wichtig ist der Start, denn es ist nie zu spät. Genau hier passieren in der Praxis viele Fehler. Jede Kniebeuge, jeder Spaziergang und jede durchgeschlafene Nacht sind eine Investition in deine Zukunft. Es ist kein Wettrennen, sondern eine bewusste Reise, bei der jeder Schritt zählt. Beginne langsam, konzentriere dich auf die Technik und sei konsequent, dann werden die Resultate deine Erwartungen übertreffen.

Falls du Unterstützung bei der Erstellung eines massgeschneiderten Plans benötigst, nimm Kontakt mit unseren Experten auf. Gemeinsam erstellst du ein Trainings- und Gesundheitsprogramm, das perfekt auf deine Bedürfnisse und Ziele im Schweizer Alltag zugeschnitten ist.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Übungen sind am besten für Langlebigkeit nach dem 40. Lebensjahr?
Die besten Übungen kombinieren Krafttraining zum Muskelaufbau (z.B. Kniebeugen, Kreuzheben), Gleichgewichtsübungen zur Sturzprävention sowie Beweglichkeits- und funktionelle Kraftübungen wie Klimmzug-Hängen oder Turkish Get-Up.

Ist Krafttraining nach dem 40. Lebensjahr sicher?
Ja, Krafttraining nach 40 ist sicher und wird ausdrücklich empfohlen, sofern die korrekte Technik angewendet wird, die Belastung individuell gewählt wird und dem Körper ausreichend Zeit zur Regeneration zwischen den Trainingseinheiten eingeräumt wird. Die Angebote in Schweizer Fitnesscentern sind darauf ausgelegt.

Wie oft pro Woche sollte man nach dem 40. Lebensjahr trainieren?
Es wird empfohlen, wöchentlich 2–3 Einheiten Krafttraining durchzuführen, ergänzt durch 150–300 Minuten moderates Cardio (z.B. zügiges Gehen, Velo fahren) sowie tägliche Beweglichkeits- und Gleichgewichtsübungen.

Was ist ein Griffkrafttest und welche Bedeutung hat er für die Gesundheit?
Der Griffkrafttest misst die maximale Kraft, die mit der Hand erzeugt werden kann. Er ist ein wichtiger Indikator für den allgemeinen Gesundheitszustand und die Vitalität. Wissenschaftliche Studien haben eine schwache Griffkraft mit einem erhöhten Krankheitsrisiko und einer kürzeren Lebenserwartung in Verbindung gebracht.

Welche Vorteile hat das Hängen an der Klimmzugstange und kann es jeder durchführen?
Das Hängen an der Stange stärkt die Griffkraft, verbessert die Gesundheit der Schultern und entlastet die Wirbelsäule. Fast jeder kann es ausführen, beginnend mit kürzerem Hängen oder unterstützten Varianten, und die Dauer und Schwierigkeit der Übung schrittweise steigern.

Autoritative Quellen

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